24.05.23
3 min

Erfahrungsbericht FahrradStation – Interview mit Sylvia aus Unterbilk

Seit gut sechs Monaten steht die MobilitätStation am Kirchplatz und wird nach wie vor sehr gut angenommen.

Eine der allerersten Nutzer*innen der großen Doppelstock FahrradStation war und ist Sylvia aus Unterbilk. Die Mutter von zwei Kindern hat sich einen der beliebten Dauerstellplätze für ihr E-Lastenrad gesichert und stand uns für ein kurzes Interview zur Verfügung:

CMD: Hallo Sylvia. Vielen Dank, dass du Zeit für dieses Interview hast. Kannst du uns sagen, warum du dich für ein Lastenrad entschieden hast?

Sylvia: Hallo, ja klar. Also ich bin Mutter von zwei kleinen Kindern und wir leben in Unterbilk, direkt am Kirchplatz. Wir hatten zwar ein Auto, aber ich fand es immer sehr stressig, in der Innenstadt zu fahren und einen Parkplatz zu finden. Außerdem wollte ich umweltbewusster leben und das Auto möglichst wenig benutzen. Deshalb habe ich mich für ein Lastenrad entschieden.

CMD: Und wie funktioniert das Lastenrad für dich im Alltag?

Sylvia: Ich benutze das Lastenrad fast täglich, um meine Kinder zur Kita zu bringen. Es hat eine große Ladefläche, auf der ich die beiden Kinder bequem transportieren kann. Das geht auch bei Regen oder Kälte, weil ich eine Regenhaube für das Lastenrad habe. Außerdem kann ich mit dem Lastenrad auch Einkäufe erledigen oder zu Terminen fahren, wenn ich alleine unterwegs bin.

CMD: Welche Herausforderungen hast du mit deinem Lastenfahrrad?

Sylvia: Eigentlich keine. Es ist eher die Sorge, dass es gestohlen wird oder kaputtgeht, denn die E-Lastenräder sind in der Anschaffung schon sehr teuer. Und leider hört man auch immer mal wieder, dass sie gestohlen werden. Zudem ist es für mich natürlich wichtig, dass das Fahrrad trocken bleibt, vor allem wenn ich mit den Kindern unterwegs bin.

 

CMD: Jetzt nutzt du seit gut 4 Monaten unsere FahrradStation am Kirchplatz. Welchen Mehrwert siehst du darin?

Sylvia: Für mich ist die FahrradStation Gold wert! Ich habe den großen Vorteil wirklich nah zu wohnen und kann mein Rad dort sicher und total unkompliziert abstellen. In unserem Mehrfamilienhaus ist einfach kein Platz für solch ein großes Fahrrad und zudem ist es für mich alleine auch einfach zu schwer, es in den Innenhof zu kriegen. Aber das Rad war wie gesagt sehr teuer und ist mir und meinen Kindern mittlerweile auch emotional ans Herz gewachsen. Dass ich es dort für so wenig Geld sicher und trocken abstellen kann, ist wirklich klasse. Für mich als Mutter ist es auch wichtig, dass es drum herum viel Platz gibt. Ich brauche mir keine Sorge zu machen, dass die Kinder auf die Straße rennen oder sich verletzen. Der Kirchplatz ist in meinen Augen ein wirklich perfekter Ort für die MobilitätStation.

CMD: Wie finden deine Kinder denn das Lastenrad?

Sylvia: Sie lieben es! Für sie ist es wie eine Art Abenteuer, in dem Lastenrad zu sitzen. Sie können sich während der Fahrt unterhalten oder spielen. Es ist für uns alle eine schöne Möglichkeit, Zeit miteinander zu verbringen und uns an der frischen Luft zu bewegen.

CMD: Hattest du schon mal Probleme mit dem Lastenrad?

Nutzerin: Natürlich muss ich bei der Fahrt etwas vorsichtiger sein als mit einem normalen Fahrrad. Aber ich habe schnell gelernt, wie ich das Lastenrad sicher durch den Verkehr steuern kann. Einmal hatte ich einen platten Reifen, aber das konnte ich mit den Werkzeugen an der Reparaturstation schnell reparieren.

CMD: Und würdest du anderen Familien empfehlen, ein Lastenrad zu kaufen?

Sylvia: Auf jeden Fall! Ein Lastenrad ist eine tolle Alternative zum Auto, vor allem wenn man kleine Kinder hat. Man ist flexibler und umweltbewusster unterwegs und kann auch in der Stadt Dinge bequem und sicher transportieren. Ich würde allen empfehlen, sich einmal über ein Lastenrad zu informieren und es auszuprobieren. Direkt neben der FahrradStation kann man sich ja ein E-Lastenrad von euch ausleihen.

CMD: Vielen Dank für das kurze Interview und dir weiterhin gute Fahrt!

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