Neue Orte der Mobilität
Wir machen den Vorher-Nachher-Vergleich. Ob am Carlsplatz oder am Wehrhahn S-Bahnhof – unsere Mobilitätsstationen zeigen, wie sich Orte im Stadtraum sichtbar verändern.
Unser Ziel ist es, aus bestehenden Flächen neue Plätze zu schaffen, die mehr können. Denn unsere Mobilitätsstationen sind weit mehr als nur funktionale Knotenpunkte. Sie stehen für eine neue Idee von Stadt: vernetzt, lebenswert und zukunftsgerichtet. Wie diese Veränderungen genau aussehen, zeigen euch unsere Vorher-Nachher-Beispiele.
Carlsplatz: Neue Ordnung auf historischem Boden
Der Carlsplatz ist einer der bekanntesten und traditionsreichsten Plätze der Innenstadt. Als Markt mit Geschichte und viel Trubel ist er heute wie damals ein beliebter Treffpunkt zum Einkaufen, Essen und Quatschen. Lange Zeit prägten ihn jedoch auch ein begrenztes Angebot an Mobilitätsalternativen, eine kaum vorhandene Aufenthaltsqualität sowie ein enger Fußweg an der Südseite. Beim Bau unserer Mobilitätsstation haben wir genau hier angesetzt und die Attraktivität und die Erreichbarkeit verbessert. Entstanden ist im Süden des Platzes eine neue, barrierefreie Innenstadt-Flaniermeile mit neuen Sitzgelegenheiten und frisch gepflanzten Bäumen. Gleichzeitig haben wir durch neue Carsharing-Stellplätze, Sharingstationen, Lade- und Lieferzonen, Behindertenparkplätze und eine Vielzahl an Fahrradbügeln ein Mobilitätsangebot geschaffen, das den Carlsplatz besser vernetzt und zukunftsfähiger macht.
Fürstenplatz: Fahrradfreundlich, grün und fuktional
Am Fürstenplatz äußerten Anwohner*innen schon lange den Wunsch nach mehr Mobilitätsmöglichkeiten und einem geordneten Straßenbild. Als stark frequentierter Ort im Stadtteil Bilk bestand hier ein entsprechend hoher Bedarf. Demnach haben wir eine besonders große, doppelstöckige Fahrradstation mit 24 sicheren und witterungsfesten Stellplätzen errichtet. Um diese bestmöglich und harmonisch in das Stadtbild zu integrieren, haben wir erstmalig die Rückwand einer Fahrradstation mit Gartengeißblatt begrünt, das besonders zur Biodiversität in der Umgebung beiträgt. Nur wenige Monate später haben wir das Angebot am Fürstenplatz mit einer Mobilitätsstation ergänzt, weil die Nachfrage weiterhin so groß war. Hinzu kamen weitere Fahrradstellplätze, Carsharing-Angebote sowie eine Sharingstation für Leih-Fahrräder und E-Scooter. Alle bestehenden und neuen Mobilitätsangebote wurden an einem Ort zusammengeführt und somit deutlich erweitert.
Maria-und-Josef-Otten-Platz: Mehr Raum für Nachbarschaft
Der Maria-und-Josef-Otten-Platz war schon lange, bevor unsere Mobilitätsstation entstand, ein lebendiger Ort. Die Anwohner*innen nutzten die Mitte des Platzes gern als Treffpunkt, brachten eigene Tische und Stühle mit. Gleichzeitig bestimmten Container, unordentlich abgestellte Fahrräder und Autos sowie eine wenig einladende Atmosphäre die Umgebung. Beim Bau unserer Mobilitätsstation war es uns daher wichtig, den nachbarschaftlichen Charakter nicht nur zu erhalten, sondern gezielt zu stärken. Dafür haben wir weitere Grünflächen angelegt und Sitzbänke aufgestellt, um so einen Ort zu schaffen, an dem man sich noch lieber aufhält.
Wehrhahn S: Vom Durchgangsort zum Stadtbaustein
Auch an der neuen Mobilitätsstation Wehrhahn S zeigt sich mittlerweile ein neues Bild. Vor ein paar Monaten prägten insbesondere triste und beschmierte Wände die Umgebung.
Nun wirkt der Ort viel freundlicher und einladender. Mit einer begrünten Fahrradstation und einer neu aufgestellten Sitzbank haben wir aus dem einstigen Durchgangsort einen kleinen Aufenthaltsort gemacht. Ein besonderes Highlight sind die neu gestalteten Wandflächen, die vom Künstlerkollektiv “betont.es” mit modernen und grafischen Mustern gestaltet wurden.
Bachplätzchen: Sicherheit beginnt bei der Planung
Das Bachplätzchen ist ein Paradebeispiel dafür, wie gut Planung die Sicherheit im öffentlichen Raum erhöhen kann. Rund um den Platz haben wir mit der neuen Freifläche und dem vielfältigen Mobilitätsangebot insbesondere die Verkehrsführung verbessert und dabei die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmer*innen berücksichtigt. Ein besonderer Fokus lag auf der Sicherung des Schulweges, da die Kreuzung am Platz unübersichtlich und laut war. Heute sorgen verbesserte Querungsstellen, freie Sichtachsen und neue Beleuchtungen für mehr Überblick.
Rochusstraße: Struktur statt Unsicherheit
Ein Blick auf die Rochusstraße zeigt ein ähnliches Bild. Noch vor ein paar Monaten waren die Wege für Fußgänger*innen und Kinder der benachbarten Grundschule durch schmale Gehwege und einen unübersichtlichen Straßenraum beeinträchtigt. Zudem wurde die öffentliche Fläche an der Straße teilweise nicht sinnvoll genutzt. Mit dem Bau unserer Mobilitätsstation haben wir die Gehwege verbreitert, für bessere Sicht und Orientierung gesorgt und neue Sharing- und Fahrradstellplätze ermöglicht. So konnten wir auch hier den Schulweg sicherer gestalten und den Straßenraum insgesamt besser ordnen.
Die Vorher-Nachher-Vergleiche machen deutlich, wie sehr sich ein Ort innerhalb kürzester Zeit verändern kann und wie viel Potenzial im öffentlichen Raum steckt. Aus unübersichtlichen Flächen schaffen wir Umgebungen mit mehr Ordnung, Sicherheit sowie Raum zum nachbarschaftlichen Austausch. Schritt für Schritt entstehen so Plätze in der Stadt, an denen Mobilität neu gedacht wurde und sich Anwohner*innen oder Besucher*innen unserer schönen Stadt gerne aufhalten.