Eure Fragen, unsere Antworten: Planung unserer Mobilitätsstationen
Standortwahl, Planung und politische Entscheidungen: Wir beantworten die Fragen, die uns rund um neue Mobilitätsstationen besonders häufig gestellt werden.
Erst vor kurzem haben wir wieder eine weitere Mobilitätsstation eröffnet. Bei solchen Veranstaltungen sowie in unseren Online-Dialogen kommen wir regelmäßig mit Anwohner*innen und Interessierten ins Gespräch. Dabei tauchen immer wieder ähnliche Fragen auf. Die häufigsten davon, rund um die Standortwahl, Planung und Umsetzung unserer Stationen, beantworten wir in diesem Beitrag.
Wieso werden Mobilitätsstationen gebaut?
Mobilitätsstationen sind für uns neue Orte der Mobilität. Es sind Zukunftsorte, an denen ein vielfältiges Mobilitätsangebot gebündelt zur Verfügung steht, um Menschen den Wechsel zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln zu erleichtern, nachhaltige Alternativen zu fördern und Wege auch ohne ein eigenes Auto zu ermöglichen. Sie entstehen an öffentlich zugänglichen Bereichen wie ÖPNV-Haltestellen sowie mitten im Quartier und holen euch dort ab, wo eure Mobilität beginnt: vor eurer Haustür.
Uns liegt es zudem am Herzen, die Standorte, an denen wir bauen, ganzheitlich zu sehen und aufzuwerten. Das heißt, neben der Bereitstellung nachhaltiger Mobilitätsalternativen, verbessern wir die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum und wollen Straßen und Kreuzungen sicherer und übersichtlicher für alle Verkehrsteilnehmenden gestalten.
Welche Module haben Mobilitätsstationen und warum sieht nicht jede Station gleich aus?
Nicht jede Mobilitätsstation sieht gleich aus. Je nach Standort, verfügbarem Platz und dem Bedarf der Menschen vor Ort kombinieren wir unterschiedliche Module, um die jeweils bestmögliche Lösung umzusetzen. Dazu gehören beispielsweise Fahrradstationen oder offene Überdachungen, Sharingstationen für E-Scooter und Leihfahrräder oder Carsharing-Stellplätze. Ergänzt wird das Angebot unter anderem durch Sitzmöglichkeiten, Begrünung sowie Reparaturstationen.
Wie kommt es dazu, dass an einem Standort eine Mobilitätsstation gebaut wird?
Wir errichten die Stationen im Auftrag der Stadt Düsseldorf. Basis dafür ist ein politischer Beschluss. Hierfür arbeiten wir gemeinsam mit dem Amt für Verkehrsmanagement zusammen, um die Standorte strategisch zu planen. Wir orientieren uns dabei an der städtischen Strategie, das Mobilitätsnetzwerk Schritt für Schritt von der Innenstadt in den Außenbezirken zu erweitern.
Erst nach der abgestimmten Planung beginnen wir mit dem Bau unserer Stationen.
Wie werden die Standorte festgelegt?
Die Standorte der geplanten Mobilitätsstationen sind das Ergebnis einer vielschichtigen Analyse. Entscheidend ist zum Beispiel, wie gut ein Standort in das bestehende und geplante Mobilitätsnetzwerk passt. Gleichzeitig berücksichtigen wir städtebauliche Voraussetzungen – also etwa bei der Positionierung der verschiedenen Module, dass Wege frei bleiben, Menschen mit Seh- oder Gehbehinderungen nicht eingeschränkt werden und keine unterirdischen Schächte oder Gasleitungen überbaut werden. Außerdem schauen wir uns an, wo ein konkreter Bedarf besteht. Zum Beispiel in dicht besiedelten Wohngebieten und an wichtigen ÖPNV-Knotenpunkten.
Was ist für einen politischen Beschluss nötig bzw. welche einzelnen politischen Gremien werden durchlaufen?
Sobald die Planungen stehen, müssen sie politisch beschlossen werden. Dafür durchlaufen die Projekte mehrere Gremien der Stadt Düsseldorf. Zunächst wird die Planung in der jeweiligen Bezirksvertretung vorgestellt, die sich mit den Themen und Entwicklungen im jeweiligen Stadtbezirk beschäftigt. Bei kleineren Mobilitätsstationen erfolgt dort bereits die politische Entscheidung, ob das Vorhaben umgesetzt wird oder nicht.
Größere Mobilitätsstationen werden zusätzlich im Ordnungs- und Verkehrsausschuss sowie im Haupt- und Finanzausschuss diskutiert. Dort werden unter anderem Aspekte wie Verkehr, Finanzierung und Umsetzung besprochen. Die endgültige Entscheidung trifft anschließend der Rat der Stadt Düsseldorf.
Unabhängig von der Größe der Mobilitätsstation werden alle Projekte außerdem dem Behindertenrat vorgestellt. Dieser prüft die Planung insbesondere im Hinblick auf Barrierefreiheit und gibt entsprechende Empfehlungen.
Erst nach diesem Prozess kann die bauliche Umsetzung der Mobilitätsstation erfolgen.
Wie werden die Anwohner*innen bei der Planung berücksichtig?
Uns ist es wichtig, euch frühzeitig über neue Mobilitätsstationen zu informieren und am Prozess zu beteiligen. Deshalb schauen wir uns gemeinsam mit Anwohner*innen an, welche Bedürfnisse es am jeweiligen Standort gibt. Dazu führen wir vorab Bedarfsabfragen durch. Begleitend informieren wir über die einzelnen Projekte und geben Einblicke in die Planungen, beispielsweise mit Online-Dialogen, in denen ihr eure Fragen stellen und Anregungen mitgeben könnt. Auch rund um den Baustart und der Inbetriebnahme der Stationen verteilen wir Wurfsendungen mit allen relevanten Informationen.
Mehr als nur ein neuer Standort
Wer an einer Mobilitätsstation vorbeikommt, sieht meist nur das fertige Ergebnis. Die Fragen, die uns dazu regelmäßig erreichen, zeigen jedoch, wie groß das Interesse an den Entwicklungen im eigenen Stadtteil ist und wie solche Veränderungen zustande kommen.
Genau deshalb möchten wir diesen Austausch mit euch führen und regelmäßig Einblicke in unsere Projekte geben. Schaut gerne regelmäßig in unserem Blog vorbei, um nichts zu verpassen.